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Roerich's Family
(him first on the left)

Vladimir Stasov

Sergej Diaghilew

Helena Roerich

Feuerofen

Botschaft an Tiron

Der Schatz des Berges

Der verborgene Schatz

Drei Schwerter
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D i e f r ü h e n J a h r e
Nicholas Konstantinovich Roerich wurde am 9. Oktober 1874 als erster Sohn des
Rechtsanwalts und Notars Konstantin Roerich und seiner Frau Maria in St. Petersburg in
Rußland geboren. Er wuchs in der behaglichen Umgebung einer russischen Familie des
gehobenen Mittelstandes mit dem Vorteil von Kontakten zu Schriftstellern, Künstlern und
Wissenschaftlern auf, die häufig zu den Roerichs zu Besuch kamen. Ziemlich früh schon
zeigte er Neugierde und ein Talent für die verschiedensten Aktivitäten. Als er neun
Jahre alt war, kam ein bekannter Archäologe, um in der Region Untersuchungen zu machen
und nahm den kleinen Roerich zu Ausgrabungen der dortigen Grabhügel mit. Das Abenteuer,
Geheimnisse vergangener Epochen mit eigenen Händen zu enthüllen, löste ein Interesse an
Archäologie in ihm aus, das sein ganzes Leben anhielt. Durch andere Kontakte entwickelte
er ein Interesse daran, prähistorische Artefakte, Münzen und Mineralien zu sammeln und
legte sich ein eigenes Arboretum für das Studium von Pflanzen und Bäumen an. Ganz früh
schon zeigte Roerich eine besondere Begabung für Zeichnen und im Alter von sechzehn fing
er an zu denken, auf die Kunstakademie zu gehen und eine Künstlerlaufbahn einzuschlagen.
Sein Vater jedoch hielt Malerei als Beruf für ein verantwortungsbewußtes Mitglied der
Gesellschaft für unpassend und bestand darauf, daß sein Sohn in seine Fußstapfen trat
und Rechtswissenschaft studierte. Ein Kompromiß wurde erreicht, und so schrieb sich
Nicholas 1893 gleichzeitig in der Akademie der Künste und an der St. Petersburger
Universität ein.
1895 begegnete Roerich dem prominenten
Schriftsteller und Historiker Vladimir Stasov. Durch ihn lernte er viele Komponisten und
Künstler der Zeit kennen -- Mussorgski, Rimski-Korsakow, Strawinsky und den Bassisten
Fjodor Schaljapin. Bei Konzerten im Kaiserlichen Konservatorium hörte er die Werke von
Glasunow, Liadow, Arenski, Wagner, Skrjabin und Prokofjew zum ersten Mal und entwickelte
eine lebhafte Begeisterung für Musik. Insbesondere Wagner gefiel ihm, und später
während seiner Karriere als Bühnenbildner machte er Entwürfe für die meisten Opern
dieses Komponisten. Nina Selivanova schrieb in ihrem Buch Die Welt Roerichs:
Die ursprüngliche Kraft in Roerichs Werk besteht in einer meisterhaften und
bestimmten Symmetrie und einem klaren Rhythmus, wie die Melodie eines Heldenliedes.
In den späten neunziger Jahren des
vorigen Jahrhunderts blühten die Künste in Rußland, besonders in St. Petersburg, wo
eine Avantgarde Gruppen und Vereinigungen bildete, angeführt von dem jungen Sergej
Diaghilew, der ein paar Jahre an der Rechtsakademie Roerich voraus hatte und einer der
ersten war, der seine Begabungen als Maler und Forscher der russischen Vergangenheit
schätzte.
Eine der ersten Aktivitäten Diaghilews
war die Gründung des Magazins Die Welt der Kunst zusammen mit Prinzessin Maria
Tenishewa und anderen. Dieses Magazin erfreute sich eines relativ kurzen Lebens, aber
hatte einen bedeutenden Einfluß auf russische Kunstkreise. Das Magazin erklärte sich zum
Feind der Akademiker, der Rührseligen und der Realisten. Es stellte seiner Leserschaft,
die meist aus Gebildeten bestand, die wesentlichen Elemente russischer Kunstkreise, den
europäischen Postimpressionismus und die modernistische Bewegung vor. Roerich wirkte
dabei mit und saß in der Redaktion. Andere russische Maler, die mitwirkten, waren
Alexander Benois und Leon Bakst, die später Roerichs Mitarbeiter bei Diaghilews Ballets
Russes wurden.
Nach Fertigstellung seiner Dissertation an
der Universität plante Roerich, ein Jahr in Europa mit Besuchen der Museen,
Ausstellungen, Ateliers und Salons von Paris und Berlin zu verbringen. Gerade ehe er
abreiste begegnete er Helena, der Tochter des Architekten Shaposhnikow und Nichte des
Komponisten Mussorgski. Es scheint eine unmittelbare gegenseitige Anziehung gewesen zu
sein. Sie verlobten sich bald. Nach seiner Rückkehr fand die Hochzeit statt.
Helena Roerich war eine ungewöhnlich
begabte Frau, eine talentierte Pianistin und Autorin vieler Bücher, einschließlich der Foundations
of Buddhism und einer russischen Übersetzung von Helena Blavatskys Geheimlehre. Ihre
gesammelten Briefe in zwei Bänden sind ein Schlüssel für Weisheit, spirituelles
Verständnis und einfachen Rat, die sie mit einer Menge Brieffreunden, Gegnern und
Mitarbeitern gleichermaßen teilte.
Nicholas und Helena Roerich gründeten
zusammen die Agni Yoga Gesellschaft, die für eine lebendige Ethik eintrat, welche die
Philosophien und religiösen Lehren aller Zeitalter umfaßt und zur Synthese verschmilzt.
Von der Notwendigkeit gezwungen, irgendein
Einkommen für den jungen Haushalt zu beschaffen, bewarb sich Roerich für die Stelle des
Geschäftsführers der Gesellschaft zur Förderung der Kunst und wurde später deren
Direktor, die erste von vielen Positionen, die Roerich als Lehrer und Sprecher für die
Künste innehatte.
Roerich beschloß, die Gesellschaft
gründlich zu überprüfen und sie aus der akademischen Mittelmäßigkeit herauszuholen,
in der sie seit Jahren gesteckt hatte. Er führte ein Lehrsystem für Kunst ein, das sogar
für heutige Maßstäbe revolutionär erscheint: alle Künste lehren -- Malerei, Musik,
Gesang, Tanz, Theater und die sogenannten industriellen Künste wie Keramik,
Porzellanmalerei, Töpferei und technisches Zeichnen -- alle unter einem Dach, und dem
Lehrkörper freie Hand zu lassen, eigene Studienpläne zu entwerfen.
Die sich kreuzende Befruchtung der
Künste, die Roerich förderte, war ein Zeichen seiner Neigung zu harmonisieren, zusammen
zu bringen und zwischen scheinbaren Konflikten oder Gegensätzen in allen Lebensbereichen
Übereinstimmungen zu finden. Das war ein Kennzeichen seines Denkens, das man in allen
Disziplinen, die er erforschte, sieht. Ständig suchte er die Facheinteilungen zu
überwinden und setzte sich selbst in seiner eigenen Kunst über die Einordnung in
bestimmte Kategorien hinweg und schuf so ein einzigartiges persönliches Universum. Auch
in seinen Schriften über Ethik kann man sehen, daß er unaufhörlich versuchte, ethische
Probleme mit wissenschaftlichen Kenntnissen von der Umwelt zu verbinden.
Es war Roerichs Gabe, daß diese
Verbindungen ihm so natürlich erschienen und sich in allen Lebensäußerungen
selbst darstellten. Und es war dieses Talent für Synthese, das er bei anderen bewunderte
und in den Jungen ermunterte, das ihn befähigte, das Subjektive mit dem Objektiven, das
Philosophische mit dem Wissenschaftlichen, östliche Weisheit mit westlichem Wissen in
Wechselbeziehung zu bringen und Brücken des Verstehens zwischen solchen anscheinenden
Widersprüchen zu bauen. Er erinnerte uns, daß diese Widersprüche oft das Resultat von
Unwissenheit waren und daß ein sich erweiterndes Bewußtsein, das eigentlich jeder
einzelne anstreben sollte, schließlich zur Erkenntnis führen würde, wie illusorisch
oder relativ Dinge sind. Garabed Paelian bestätigt in seinem Buch Nicholas Roerich:
Roerich ... lernte Dinge, die andere ignorierten; nahm Beziehungen zwischen
anscheinend isolierten Phänomenen wahr und fühlte die Anwesenheit eines unbekannten
Schatzes. Vielleicht ist dieser unbekannte Schatz das, was in Roerichs
Gemälden zum Betrachter spricht, der mit der zugrundeliegenden Bedeutung im Einklang ist
und die phantastischen Gefühle erklärt, die manche durch seine Bilder erfahren.
1902 feierten die Roerichs die Geburt
ihres ersten Sohnes George, und im Sommer 1903 und 1904 brachen sie zu einer ausgedehnten
Reise zu vierzig Städten in ganz Rußland auf. Roerichs Ziel war, die Stile und den
historischen Zusammenhang der russischen Architektur zu vergleichen. Es wurde eine
Entdeckungsreise, denn wohin sie auch kamen, er konnte die Reste von Rußlands uralten
Monumenten aus der Vergangenheit ausfindig machen, Kirchen, Stadtmauern und Burgen. Er
entdeckte, daß diese in vielen Fällen seit Jahrhunderten vernachlässigt worden waren.
Als Archäologe und Kunsthistoriker war er sich bewußt, welch ein wichtiger Schlüssel
sie für Rußlands Kulturgeschichte waren. Er beschloß, die Aufmerksamkeit auf diese
Situation zu lenken und irgendwie zu bewerkstelligen, daß sie geschützt und bewahrt
werden. Mit diesem Ziel vor Augen malte er eine Reihe von fünfundsiebzig Bildern, welche
die Bauwerke darstellten. Das Erlebnis dieser Reise hatte eine nachhaltige Wirkung. denn
bei seiner Rückkehr 1904 verkündete Roerich öffentlich den Plan, daß er hoffe,
überall Schutz für solche kulturellen Schätze zu schaffen, ein Plan, der einunddreißig
Jahre später im Roerich Pact vollendet wurde. Diese Art zu denken war in jener Zeit nicht
üblich und nahm die Bedeutung vorweg, die heute die meisten Länder der Welt auf die
Bewahrung ihres Kulturerbes legen.
1904 malte Roerich sein erstes Bild über
religiöse Themen. Diese handelten meist von russischen Heiligen und Legenden und
schlossen die Botschaft an Tiron, den Feuerofen und
Der letzte Engel mit ein,Themen, zu denen er in späteren Jahren in
zahlreichen Varianten zurückkehrte. Der Schatz der Engel wurde von
einem Schriftsteller beschrieben: Eine Schar Engel in weißen Gewändern stehen
schweigend in Reihen, einen geheimnisvollen Schatz bewachend, mit dem die Geschicke der
Welt untrennbar verknüpft sind. Es ist ein blauschwarzer Stein mit einem eingeschnittenen
Bild des Kruzifixes, leuchtend in smaragdenen Farbtönen. Die Engel sind eine frühe
Darstellung der hierarchischen Meister, die das Herz Roerichs in seinem Glauben an eine
Große Bruderschaft bevölkerten, die über die Menschheit wachten und sie auf ihrer
ewigen Evolutionsreise geleiteten. Der von Roerich gemalte Stein ist die
Darstellung eines Bildes, das in verschiedenen Formen in seinen Gemälden und Schriften
wiederkehrt. Das Wort Schatz erscheint auffallend in den Titeln vieler
Roerich-Gemälde, wie zum Beispiel in Schatz des Berges und Der
verborgene Schatz. Es handelt sich eindeutig nicht um materiellen Reichtum, auf
den er sich bezieht, sondern vielmehr um die geistigen Schätze, die verschüttet sind,
doch für jene vorhanden, die sie ausgraben wollen.
Inzwischen ging Roerichs Suche nach
archäologischen Schätzen weiter. Besonders das Steinzeitalter interessierte ihn. Er trug
eine große Kollektion von Artefakten aus dieser Ära zusammen. Seine Gemälde spiegelten
häufig sein Interesse wider, wie in Drei Schwerter, in dem der
Gegenstand archäologischer Natur ist und sich auf eine alte Legende bezieht. Roerich
schrieb über die ungewöhnliche Ähnlichkeit der Techniken des Steinzeitalters und den
Methoden der Ornamentierung in weit voneinander getrennten Regionen der Welt. Beim
Vergleich dieser Übereinstimmungen kam er zu lehrreichen Schlußfolgerungen,was die
Allgemeinheit menschlichen Ausdrucks und Kreativität.betrifft.
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Le Sacre du Printemps
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D i e T h e a t e r j a h r e
Als erste von vielen Veranstaltungen, die Beachtung für russische Kunst und Musik bei
den Europäern wecken sollte, arrangierte Sergej Diaghilew 1905 eine Ausstellung
russischer Malerei in Paris. Diese enthielt auch sechzehn Werke von Nicholas Roerich. Im
nächsten Jahr stellte Diaghilew Fjodor Schaljapin den Parisern vor zusammen mit der Musik
von Mussorgski, Rimski-Korsakov, Borodin, Rachmaninow, Skrjabin, Glasunow, Strawinsky und
anderen. 1909 präsentierte er Schaljapin in Rimski-Korsakows Iwan der Schreckliche
mit Kostümen und Bühnenbildern, die von Roerich entworfen wurden. In den Polowezer
Tänzen aus Borodins Fürst Igor, ebenfalls von Roerich entworfen, und in
anderen Balletten stellte Diaghilew eine Ballettgrupe russischer Tänzer vor, die später
als das Ballet Russes berühmt wurde und dem die Pawlowa, Fokin und Nijinsky angehörten.
Roerichs Entwürfe verschafften ihm einen Namen wegen der eindrucksvollen Darstellung
alter Kulturen und Bräuche.
Diaghilew bahnte den Weg für eine
Kunstform, die die Zusammenarbeit des Designers als Autor mit einbezog. So
beeinflußte Alexander Benois die Entstehung des Balletts Petruschka und Nicholas
Roerich war die erste antreibende Kraft, bei Igor Strawinsky, der Miturheber des Balletts Le
Sacre du Printemps (Das Frühlingsopfer).
Zunächst betitelt: Das Große Opfer, ein
Bild des heidnischen Rußland, so entstand das Motiv für das Ballett aus Roerichs
Vertiefung in das Altertum und, wie er in einem Brief an Diaghilew schrieb, der
wunderbaren Theorie der Weltentstehung von Erde und Himmel. Im Ballett versuchte
Roerich die primitiven Riten des antiken Menschen auszudrücken, wie er den Frühling
begrüßte, den Lebensspender, und Opfer für Varila, den Sonnengott darbrachte. Es war
eine Geschichte, die jedem anderen Ballet unähnlich war. Strawinskys Partitur und
Nijinskys Choreographie waren ebenfalls unerwartet und provozierten Debatten, die sich
viele Jahre fortsetzen sollten.
Bei der Uraufführung am 29. Mai 1913
beschrieb ein Zuschauer die Szene: Nichts was jemals über die Schlacht bei Le
Sacre du Printemps geschrieben worden ist, hat auch nur eine schwache Idee dessen
vermittelt, was tatsächlich stattfand. Das Theater schien von einem Erdbeben erschüttert
zu werden. Es erzitterte. Leute brüllten Beschimpfungen, schrien und pfiffen,
übertönten die Musik. Es gab Ohrfeigen und sogar Boxereien... das Ballett war
verblüffend schön.
Was als negatives, barbarisches Verhalten
hätte beschrieben werden können, interpretierte Roerich später: Ich erinnere
mich, wie die Zuschauer während der ersten Aufführung pfiffen und so brüllten, daß man
nichts mehr hören konnte. Wer weiß, vielleicht genossen sie im ersten Augenblick das
gleiche Gefühl des primitiven Volkes, nur diese wilde Primitivität unserer Ahnen.Aber
für diese waren Rhythmus, Symbol und Feinheit der Gestik große und heilige
Begriffe.
Das Sacre stellte den
Höhepunkt von Roerichs Zusammenarbeit mit Diaghilew dar. Er anerkannte in dem Impresario
einen echten Verfechter der russischen Kunst, und nach Diaghilews Tod 1929 schrieb er:
Wir mögen die Leistung Diaghilews als die eines großen Einzelgängers betrachten,
aber richtiger wäre es, ihn als den wahren Vertreter einer ganzen Bewegung der Synthese,
einen ewig jungen Repräsentanten des großen Augenblicks, als die moderne Kunst so viele
Konventionen zertrümmerte.
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Schrei der Schlauget

Schlacht im Himmel
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D i e W o l k e n d e s K r i e g e s
In den Jahren, die unmittelbar dem Ersten Weltkrieg vorausgingen, spürte Roerich eine
nahe bevorstehende Katastrophe und seine Gemälde stellten symbolisch den schrecklichen
Umfang des Konflikts dar, den er über die Welt hereinbrechen sah. Diese Werke markierten
die Entstehung von Roerich, der Prophet.
In Schlacht im Himmel verwendete
Roerich den starken Kontrast von Licht und Dunkel, um die furchtbaren Ereignisse
anzudeuten, die bald Rußland und ganz Europa heimsuchen würden. Zu dieser Zeit waren in
seiner Darstellung von historischen und naturhaften Themen Symbolik und die Verwendung von
Allegorischem wesentliche Bestandteile seiner Arbeit geworden. Ein Kritiker schrieb:
Er bevölkerte seine Welt nicht mit Teilnehmern in vergänglichen Dramen und
Komödien, sondern mit Vertretern für die unerschütterlichsten Ideen über die Wahrheit
des Lebens, den tausendjährigen Kampf zwischen Gut und Böse, den Triumphzug einer
strahlenden Zukunft für alle.
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A u f b r u c h z u a n d e r e n U f e r n
1915 erkrankte Roerich an Lungenentzündung und wurde von seinem Arzt mit seiner
Familie zur Erholung nach Sortala in Finnland geschickt. Dies war eine Zeit großer Unruhe
in der ganzen Welt und keineswegs weniger im Leben der Familie Roerich. In Roerichs
Gemälden aus dieser Periode wie z.B. Karelien -- Ewig, Erwartung und Die
Wartende scheinen die Kälte, strenge Felsenlandschaften und unbewohnte Strände des
Nordens ein Gefühl quälender Sehnsucht auszudrücken. In Die Wartende ist ihr
Blick starr auf den Horizont gerichtet, als ob sie irgendein Zeichen für die Rückkehr
von lang entschwundenen Reisenden erwartet.
1917 tobte die Revolution in Rußland,
zurückkehren wäre gefährlich gewesen. Die Familie begann Pläne zu schmieden, nach
Indien zu gehen, dessen magnetische Anziehungskraft während dieser Jahre verstärkt
empfunden wurde. Das wurde 1918 zu einer Möglichkeit, als Roerich von einem schwedischen
Unternehmer eingeladen wurde, seine Gemälde in Stockholm auszustellen. Von dort aus begab
sich die Familie nach London, wohin Sir Thomas Beecham Roerich eingeladen hatte, für eine
neue Inszenierung von Furst Igor in der Covent Garden Opera die Entwürfe zu
machen.
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A m e r i k a
Mittlerweile wurde eine Einladung nach Amerika zu kommen vom Chicagoer Kunstinstitut
ausgesprochen. Sie wurde angenommen und die Rundreise 1920 erfolgreich in der Kingore
Galerie in New York eröffnet. Zusätzlich zu den Ausstellungen von mehr als 400 Gemälden
daselbt und in vielen anderen Städten in den Vereinigten Staaten, entwarf Roerich das
Bühnenbild und die Kostüme für Schneeflöckchen,eine Inszenierung an der
Metropolitan Oper, und für Tristan und Isolde an der Chicagoer Oper. Während
seiner Reisen in Amerika malte Roerich eine Serie in New Mexico und die Ocean Serie in
Monhegan in Maine, wo die Familie einen Sommer verbrachte. Er reagierte auf den
Unternehmergeist, den er in Amerika entdeckte und schrieb häufig über den positiven
Einfluß, den die sich entwickelnde Technologie auf die Welt haben würde. Samen wurden
gesät und das Leben einzelner von Roerichs Magnetismus und seinem Gefühl für eine
Aufgabe angezogen.
1921 gründete er in New York das Master
Institute of United Arts, in dem er die Unterrichtskonzepte, die er im Lehrplan in St.
Petersburg eingebaut hatte, realisieren wollte. Er zog eine talentierte Gruppe von Lehrern
an. Darunter waren Deems Taylor, der Musiktheorie und Komposition lehrte; Robert Edmund
Jones und Lee Simonson unterrichteten Bühnenbildnerei; Dozenten der Spitzenqualität für
alle Instrumente, für Malerei und Zeichnen, Entwurf und Illustration, Bildhauerei,
Architektur, Ballett, Schauspiel, Journalismus und Sprachen; Vorlesungen wurden von
Berühmtheiten wie George Bellows, Claude Bragdon, Norman Bel Geddes und Stark Young
gehalten.
Das Master Institute blühte, aber es
überlebte 1937 nicht. Während sich das Land in den Klauen der Großen Depression befand
und die Familie Roerich auf einer Expedition im Fernen Osten war, gingen die Mittel aus
und die Umstände verursachten einen völligen Zusammenbruch der Organisation, die Roerich
und seine Helfer mühsam aufgebaut hatten.
Erst 1949 wurde die Institution unter Sina
Fosdick, eine der Gründungsmitglieder und am Institut Mitglied des Lehrkörpers, als das
Nicholas Roerich Museum in einem Sandsteinhaus in der 107ten Straße West wiedergeboren,
wo es sich bis heute befindet. Viele Gemälde der ursprünglichen Sammlung können da
besichtigt werden. In den dazwischenliegenden Jahren sind größere Arbeiten hinzu
gekommen und machen eine der umfassendsten Sammlungen vom Werk des Künstlers in der Welt
aus.
Während ihres Aufenthaltes in Amerika
planten die Roerichs weiterhin die Reise nach Indien. Eine Ausrichtung nach östlichen
spirituellen Werten spiegelt sich in Roerichs Arbeiten aus dieser Zeit wider. Das zeigt
sich in den drei Gemälden der Ozean-Reihe. Er kam, Die Brücke der Herrlichkeit
und Wunder demonstrieren die spirituelle Kraft, die in seiner Arbeit
charakteristisch zu werden begann. In Die Brücke der Herrlichkeit geht der heilige
Sergius von Radonesh in tiefer Versunkenheit vor einer Brücke,aus der Aurea Borealis
gebildet, Roerichs Metapher für die zukünftige spirituelle Brücke, die Himmel und Erde
verbinden wird.
Zwischen 1916 und 1919 hatte Roerich eine
Sammlung von vierundsechzig Gedichten in Blankversen geschrieben, die auf russisch mit dem
Titel Die Blumen Moryas in Berlin veröffentlicht wurden und in der Folge in
englisch als Flame in Chalice erschienen. Darin finden wir Roerichs innere Reise
skizziert und seine Verpflichtung zu spiritueller Suche erklärt. Diese Gedichte
beschwören einige Bilder herauf, die Roerich später in seinen Gemälden verwendete und
uns in gewisser Weise helfen, die Symbole und Bedeutungen zu verstehen, die hinter manchen
Bildern liegen.
In ihrem Essay Flowers of Morya: the
Theme of Spiritual Pilgrimage in the Poetry of Nicholas Roerich schreibt Irina Corten:
Im Innersten von Roerichs Glaubenssystem steht der hinduistische Begriff eines
Universums ohne Anfang und ohne Ende, das sich in periodisch wiederkehrenden Zyklen der
Schöpfung und der Vernichtung materieller Formen, veranlaßt durch den Pulsschlag
göttlicher Energie, offenbart. Auf der menschlichen Ebene bedeutet das den Aufstieg und
Niedergang von Zivilisationen und, vom Standpunkt des einzelnen Lebens, die Reinkarnation
einer Seele .... Wie Roerich, der Dichter, in dem Gedicht Über das Ewige schreibt:
Bruder, verlassen wir
alles, was sich schnell ändert.
Anders gelingt es uns nicht
über das nachzudenken, was
für alle unveränderlich ist. Nachzudenken
über das Ewige.
Im Mai 1923 befanden sich die Roerichs schließlich auf dem Weg nach Indien, wo sie in
diesem zeitlosen Land inmitten des Schnees des Himalaya ihre Gedanken dem Ewigen
zuzuwenden trachteten.
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Schneehänge

Der Große Geist des Himalaya

Der Pfad

Befehl des Rigden Jyepo

Mohammed

Die Führende

Svetoslav and George Roerich

Madonna Oriflamma

Nicholas Roerich
von Svetoslaw Roerich
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I N D I E N
Die Roerichs landeten in Bombay und begannen eine Rundreise zu kulturellen Zentren und
historischen Stätten, trafen indische Wissenschaftler, Gelehrte, Künstler und
Schriftsteller auf ihrem Weg. Gegen Ende Dezember waren sie bereits in Sikkim an den
Südhängen des Himalayas. Die Geschwindigkeit, mit der sie die Berge erreichten, zeigt
deutlich, daß es der Himalaya war, wo ihre Interessen lagen.
Sie traten eine Forschungsreise an, die
sie nach chinesisch Turkestan, in den Altai, in die Mongolei und nach Tibet führte. Es
war eine Expedition in unbekannte Regionen, wo sie vorhatten, die Religionen, Sprachen,
Bräuche und die Kultur der Einwohner zu studieren.
Roerich schrieb über die erste
zentralasiatische Expedition in seinem Buch Heart of Asia und schuf für den Leser
einen lebhaften Bericht über die Wunder des Landes und seine Menschen. Die Bilder sind
nirgendwo so lebhaft wie die etwa fünfhundert Gemälde, die während dieses Trecks
entstanden. In Kanchenjunga, Sikkim- Pfad, Sein Land, Der Große
Geist des Himalaya und der Reihe Banners of the East können wir philosophische
Vorstellungen und Ideen sehen, die zu visuellen Bildern führten und die Pracht
Nordindiens lieferte dazu den Schauplatz.
In Der Pfad zeigt die Gestalt
Christi den Weg entlang eines gewundenen Pfades durch Felsen und Bergspitzen des Himalaya,
eine Metapher für die gefährlichen Hindernisse, denen der spirituelle Wanderer
gegenübersteht. Religiöse Gestalten und Begriffe des Ostens tauchen in den Gemälden
auf, wichtig darunter sind die Bilder des Lord Maitreya -- dem buddhistischen Messias, der
Kalki-Avatar der Puranen, der Rigden Jyepo der Mongolei oder der Weiße Burkhan des Altai.
Alle diese sind in Legenden beschrieben, die sie mit dem Herrscher von Shambhala
verbindet, der auf Erden erscheinen sollte zur endgültigen Vernichtung der
Gottlosen, zur Erneuerung der Schöpfung und zur Wiederherstellung der Reinheit.
(Zitiert nach dem Theosophischen Glossar von H.P.Blavatsky)
Der Treck war zeitweise mühsam. Roerich
erzählt uns, daß fünfunddreißig Bergpässe von 14 000 bis 21 000 Fuß Höhe überquert
wurden. Aber das waren die Herausforderungen, für die er geboren war, er fühlte und
glaubte, daß die rauhen Berge einem Menschen dazu verhelfen, mutig zu werden und
Geistesstärke zu entwickeln. Trotz der Hindernisse wurde Roerichs Glauben, wo immer sie
auch hingingen, an den essentiellen Wert des Lebens und die Geistigkeit des Menschen
verstärkt. Roerichs Serie Banners of the East mit neunzehn Gemälden, die die Lehrer der
Weltreligionen darstellen, Mohammed, Jesus, Moses, Konfuzius und Buddha und die indischen
und christlichen Heiligen und Weisen, war ein Zeugnis für die Einheit religiösen
Strebens und der gemeinsamen Wurzeln des Glaubens der Menschen.
Kontrapunkt zu diesen Themen in Roerichs
Malerei ist das Bild der Frau und ihre Rolle in der kommenden Ära, die ihr beschieden
ist. Wir können annehmen, daß das, was Helena Roerich 1937 an einen Freund schrieb,
Nicholas eigenen Gesichtspunkt reflektiert: ... Die Frau sollte erkennen, daß sie
selbst alle Kräfte in sich hat, und in dem Augenblick, wo sie die jahrtausendealte
Hypnose ihrer scheinbar rechtmäßigen Unterordnung und mentalen Unterlegenheit abwirft
und sich mit einer vielseitigen Ausbildung befaßt, wird sie in Zusammenarbeit mit dem
Mann eine neue und bessere Welt erschaffen. Der Kosmos bestätigt die Größe des
schöpferischen Prinzips der Frau. Die Frau ist eine Personifizierung der Natur, und die
Natur lehrt den Menschen, nicht der Mensch die Natur. Mögen darum alle Frauen die Größe
ihres Ursprungs erkennen und nach Wissen streben. (veröffentlicht in Briefe von
Helena Roerich 1935 - 1939, Band II)
Nicholas Roerich malte die großen
weiblichen Gottheiten in solchen Bildern wie Die Führende, Madonna Laboris
und Die Mutter der Welt. Dieser letztere Begriff, ein Äquivalent zu Lakshmi und
Kali in Indien, ist eines von Roerichs inspirierendsten Bildern, majestätisch, mit
tiefblauen und violetten Tönen wiedergegeben. Helena Roerichs Beitrag im Leben und Werk
von Nicholas kann nicht überschätzt werden. Ihre Verbindung könnte man am besten als
lebenslange Zusammenarbeit auf den Gebieten beidseitiger Bestrebungen beschreiben. Ihre
Philosophie, die eine lebendige Ethik umfaßt, wurde von Nicholas geteilt und motivierte
ihn in seiner Arbeit und seinem Leben. Irgendwann in ihren späten Jahren stand ein
Jahrestag bevor, und er schrieb in sein Tagebuch: Vierzig Jahre -- nicht weniger als
vierzig. Auf einer so langen Reise, auf der wir vielen Stürmen und Gefahren von
außerhalb begegneten, überwanden wir zusammen alle Hindernisse. Und die Hindernisse
verwandelten sich in Möglichkeiten. Ich widmete meine Bücher Helena, meiner Frau,
Freundin, Reisegefährtin, Anregerin! Jeder dieser Begriffe wurde im Feuer des Lebens
geprüft. In Petersburg, Skandinavien, England, Amerika und ganz Asien arbeiteten,
studierten wir und erweiterten wir unser Bewußtsein. Zusammen erschufen wir, und nicht
ohne Grund heißt es, daß das Werk zwei Namen tragen sollte -- einen weiblichen und einen
männlichen.
Am Ende ihrer großen Expedition ließ
sich die Familie im Kullutal in einer Höhe von 6 500 Fuß in den Vorbergen des Himalaya
nieder, mit einem herrlichen Blick in das Tal und auf die umliegenden Berge. Hier
richteten sie ihr Heim ein und die Zentrale des Urusvati Himalayan Research Institute, das
gegründet wurde, um die Ergebnisse ihrer Expedition und die Erforschungen, die noch
bevorstanden, zu untersuchen. Die Aktivitäten des Instituts schlossen botanische und
ethnologisch-linguistische Studien und die Erforschung archäologischer Örtlichkeiten
ein. Unter Leitung ihres Vaters begründeten die beiden Söhne George und Svetoslaw eine
Sammlung von Heilkräutern und machten umfassende Studien in Botanik und altem
überliefertem Arztwissen in tibetischen und chinesischen Arzneibüchern.
Im folgenden Jahr stellte Roerich auf
einer Reise nach New York bei der Eröffnung des neuen Gebäudes des Roerich Museums ein
Problem vor, das ihm seit Jahren am Herzen gelegen hatte. Indem er das Rote Kreuz als
Beispiel benutzte, schlug er einen Vertrag zum Schutz kultureller Schätze sowohl in
Kriegs- als auch in Friedenszeiten vor - ein Vorschlag, den er 1914 erfolglos
befürwortete. Nach Rücksprache mit in internationalem Recht versierten Rechtsgelehrten
entwarf er einen Pakt und regte an, daß über allen Orten, die unter seinen Schutz
gestellt sind, eine Fahne wehen sollte. Diese Fahne nannte er das Banner des Friedens. Der
Entwurf zeigt drei Punkte umgeben von einem Kreis in Magentarot auf weißem
Hintergrund.Von den vielen nationalen und individuellen Interpretationen dieses Symbols
sind die geläufigsten vielleicht die von Religion, Kunst und Wissenschaft als Aspekte der
Kultur, welche den umgebenden Kreis darstellt; oder: vergangene, gegenwärtige und
zukünftige Errungenschaften der Menschheit, beschützt vom Kreis der Ewigkeit. Das Symbol
kann im Siegel des Tamerlan, auf tibetischem, kaukasischem und skandinavischem Schmuck und
auf byzantinischen und römischen Kunsterzeugnissen entdeckt werden. Das Bildnis der
Straßburger Madonna ist damit verziert. Man kann es auf vielen Gemälden Roerichs sehen,
am denkwürdigsten bei der Madonna Oriflamma, auf dem die Frau als Trägerin und
Beschützerin des Banners dargestellt ist. In diesem Zeichen und in dem Motto Pax Cultura,
das dazugehört, ist Roerichs Vision für die Menschheit symbolisiert, wie er schrieb:
Wollen wir uns vereinen -- Ihr werdet fragen: wie? Ihr werdet mir zustimmen: auf die
einfachste Art und Weise eine gemeinsame Sprache schaffen. Vielleicht in Schönheit und
Wissen. Roerichs Bemühungen, einen solchen Vertrag bekannt zu machen, resultierte
definitiv in der Unterzeichnung des Roerich Pakts
von den Nationen Amerikas - den Mitglieden der panamerikanischen Union - am 15. April 1935
im Weißen Haus in Washington. Dieser Vertrag ist noch in Kraft. Viele einzelne, Gruppen
und Vereinigungen in der ganzen Welt fördern weiterhin das Bewußtsein für den Pakt, das
Banner und die zugrundeliegenden Prinzipien.
Am leichtesten findet man den Beweis für
die Erhabenheit und den Sinn für die Mission in seinen Himalayabildern, die Roerich dazu
führten, die Aufgaben, die er sich selbst stellte, in Angriff zu nehmen. In ihnen kann
der Sinn für Dramatik entdeckt werden, die Dringlichkeit, eine Botschaft zu senden oder
zu empfangen, einen Wanderer zu grüßen, einen Auftrag auszuführen, ein Reiseweg. Die
sich auftürmenden Berge stehen für die spirituellen Ziele, die die Menschheit sich
selbst stellen muß. Roerich führte den Menschen eindringlich ihre spirituelle Bestimmung
vor Augen und erinnert sie an ihre Pflicht, sich für die neue Ära vorzubereiten, wenn
Rigden Jyepo seine Armee versammeln und unter dem Banner des Lichts die Horden der
Dunkelheit besiegen wird. Roerich, der Krieger, war bereits gerüstet und saß zu Pferde;
er versuchte seine Armee für die Schlacht zu mustern und gebot, daß der Brustharnisch
das Wort Kultur tragen sollte.
Das Trachten nach Verfeinerung und
Schönheit waren Roerich heilig. Er glaubte, daß wenn auch irdische Tempel und
Kunstgegenstände vergehen werden, der Gedanke, der sie ins Dasein bringt, nicht stirbt,
sondern Teil eines ewigen Bewußtseinsstroms ist -- des Menschen Streben, genährt durch
seinen gelenkten Willen und durch die Energie des Denkens. Er glaubte definitiv, daß
Friede auf Erden eine Voraussetzung für das planetarische Überleben und den
fortlaufenden Prozeß spiritueller Evolution ist,und er ermahnte seine Mitmenschen, den
Frieden durch Vereinigen in der gemeinsamen Sprache von Schönheit und Wissen zu
erreichen.
Nicholas Roerich starb am 13. Dezember
1947 in Kullu. Sein Körper wurde verbrannt und seine Asche auf einem Hang gegenüber den
Bergen, die er liebte und in vielen seiner nahezu 7 000 Werken porträtierte, begraben.
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© Nicholas Roerich Museum, New York
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